Montag, 27. November 2006
Fotografie_Technik
Foto

Präsentiert ihnen eine Einführung in die Fotografie

Teil 2: Objektive

Objektive sind ein sammelndes optisches System, das aus Linsen besteht. Es erzeugt eine Abbildung eines Objektes, dass der Fotograf für seine Zwecke erwählt hat.

Objektive bestehen aus Linsen, Spiegel und können in unterschiedliche Gehäuse gefasst werden.
Das Objektiv ist für die Abbildung und deren Bildqualität das wichtigste System einer Kamera und findet unteranderem Verwendung bei Mikroskopen, Ferngläser und Teleskopen. Die erzeugten Bilder sind wie das Objekt dreidimensional.
Sterne und andere fernliegende Objekte werden auf einer Ebene, der Bildebene abgebildet.
Die Größe des Bildes hängt von der Brennweite der Linse ab. Je größer die Brennweite, desto größer ist auch das Bild.

Objektive unterscheidet man aufgrund ihrer Brennweite in Normalobjektive, Fernobjektive, Weitwinkel-oder Fischaugenobjektive...diese Arten von Objektiven werden als Festweitenobjektive bezeichnet.


Normalobjektiv

das Normalobjektiv verfügt über einen Blickwinkel von 45° und einer Brennweite von 50 mm bei einem Bildträgerformat von 24mm x 36 mm. Die Bildeinstellung mit dem Normalobjektiv kommt dem menschlichen Augeneindruck am nächsten. Der Betrachter des Fotos bekommt einen natürlichen perspektivischen Eindruck des Objektes.


Fernobjektiv

Das Fernobjektiv ist ein Objektiv langer Brennweite und besitzt ein einfaches Linsensystem (Cooke-Triplet: Dreilinser-System, das aus einem konkavkonvexen ,einem bikonvexen und einer plankonvexen Linse besteht. Die Baulänge entspricht ungefähr der Brennweite.


Weitwinkelobjektive

Die Objekte können durch ein Weitwinkelobjektiv in einem großen Bildwinkel eingefangen werden.
Die Abbildung entspricht einem kleineren Maßstab. Das Objektiv hat eine Brennweite, die kleiner ist als die der Normalbrennweiten.

Eingeteilt werden Weitwinkelobjektive in unterschiedliche Klassen:


Reportageobjektive

diese Objektive verfügen über einen Bildwinkel zwischen 60° und 80°. Sie haben eine leichte bis mittlere Brennweite (28mm und 40 mm).Aufgrund der hohen Schärfentiefe und der geringen Verzerrung wird dieses Objektiv gern in der Reportagenfotografie eingesetzt.


Superweitwinkelobjektive

Sie werden auch als Ultraweitwinkelobjektive bezeichnet. Der Bildwinkel geht über 80 °, ein Winkel, der das menschliche Auge normal nicht erfassen kann.
Diese Art von Objektiven werden gezielt in der Künstlerischen Fotografie eingesetzt, speziell in der Naturfotografie und der Aktfotografie findet dieses besondere Objektiv seinen Einsatz. Die Verzerrungen , die durch das Objektiv entstehen, setzt der Fotograf für Effekte ein.


Fischaugenobjektiv

Diese Art von Objektiv ist eine spezielle Form des Weitwinkelobjektives. Es erreicht einen Bildwinkel von 180° und erzeugt Bilder mit sphärischer Perspektive.
Durch die kurze Brennweite und den großen Bildwinkel werden Linien die nicht in der Bildmitte liegen stark verkrümmt dargestellt. So hat der Betrachter den Eindruck, das er wie ein Fisch im Meer von unten nach oben durch die Wasseroberfläche schaut. Ein genialer und wirkungsvoller Effekt. Eingesetzt werden Fischobjektive in der Landschaftsfotografie oder einfach nur um tolle Effektbilder zu bekommen.

Es gibt 2 Typen von Fischaugenobjektiven, zum einen solche, die das rechteckige Filmformat vollständig auszeichnen und zum anderen die, die ein kreisrundes Abbild eines Objektes erzeugen.

"deine Fischaugen verkennen die Wahrheit
 da sprech ich ganz objektiv
 sie verzerren deine Wahrnehmung
 wie ein Fischaugenobjektiv"
 
 by 2killya


Zum Vergleich

Normalobjektiv: gnomonisch: Lochkamera - gerade Linien in der Abbildung , z.B bei Häusern bleiben gerade, das Fischauge dagegen hat unterschiedliche Abbildungsfunktionen:

linear geteilt: Geeignet für Winkelmessungen ( bei sternkarten sinnvoll)
orthografisch: wirkt wie eine Kugel, auf die die Umgebung raufgelegt ist (180° Öffnungswinkel)
flächentreu: wirkt wie das Spiegelbild auf einer Kugel, das hat eine unverfälschte Entfernung zur Folge. Geeignet zum Flächenvergleich,dieser Typ hat sich durchgesetzt, denn er staucht die Objekte am Bildrand, zum Leidwesen aller Fotografen
winkeltreu (stereographisch ): staucht die Objekte am Bildrand nicht, diesen Effekt kann man aber mit spezieller Software erzeugen..

Zoomobjektive

Das Zoomobjektiv ist ein Objektiv mit variabler Brennweite. Wird auch umgangsprachlich als Vario- Objekt oder Variosystem bezeichnet.
Technisch gesehen bezeichnet man ein Zoom als Pankratisches System, einfacher erklärt bedeutet es allmächtiges System , da es über alle Brennweiten und Vergrößerungen verfügt.
Das verschieben der Linsen erfolgt durch Drehen und Verschieben eines Ringes am Objektiv oder durch Drücken einer Zoomtaste bei Digitalkameras. Sie bewirken eine Veränderung der Brennweite.
Eine stufenlose Anpassung des Bildausschnitts an das Motiv bei Superzoom - Systemen sind möglich, bei preiswerteren Modellen hat man weitaus gröbere Abstufungen.
Im Gegensatz zu einem festbrennweitigen Objektiv wird der Brennweitenbereich auf dem Objektiv angegeben.
Aber vorsichtig: das Zoomen verändert nur den Bildausschnitt, nicht die Aufnahmeperspektive, das sollte man beim Gestalten der Fotos beachten.
Bei Digitalkameras sind Zooms von leichten Weitwinkelbreich bis leichten Tele (35 mm bis 80 oder 115 mm) schon im System integriert, für Systemkameras gibt es reine Weitwinkel und Telezooms.
Die Abbildungsleistung ist generell schlechter als die von Objektiven mit fester Brennweite.,da sie in der Regel lichtschwächer sind.

Teleobjektiv

Das wichtigste in kürze: mit einem Teleobjektiv können von einem entfernten Standort aus Objekte in größerer Abbildung eingefangen werden.
Wegen Verwacklungsgefahr sollte man eine kurze Belichtungszeit oder ein Stativ verwenden. Es verfügt über eine längere Brennweite und kleineren Bildwinkel.
Telelobjektive können als Wechselobjektiv an geeignete Kameras angeschlossen werden.
Sie erlauben einen größeren Arbeitsabstand zwischen Objektiv und Aufnahmeobjekt als Normal- und Weitwinkelobjektive, die Beleuchtungsmöglichkeiten werden vereinfacht.

Portraitobjektive

sind Telelobjektive mit Brennweiten zwischen 80 mm und 105 mm - teilweise bis 135 mm. Durch ihre verringerte Schärfentiefe kann man das Gesicht, das man fotografieren möchte, aus dem Hintergrund herauslösen.

Typische Portraitbrennweiten:

80 mm(diagonaler bildwinkel 30°)
100mm ( diagonaler Bidwinkel 24°)


"Du stellst die Brennweite ein für dein Objektiv
 doch viele Menschen die du damit ablichtest
 sind nicht objektiv."

 
by 2killya


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